Iconic Hats - The Bowler Hat

Ikonische Hüte – Die Melone

Wenn man sich Dick und Doof, Charlie Chaplin, ein Kunstwerk von René Magritte, die vier Hauptcharaktere in „Warten auf Godot“ von Samuel Beckett oder auch einen gut gekleideten englischen Gentleman vorstellt, dann hat man sofort auch einen Melonenhut vor Augen. Die Melone steht unmissverständlich als Symbol für eine Epoche, eine Phase in der westlichen Zivilisation. Die Melone wurde 1850 für einen englischen Jagdaufseher, James Coke erfunden. Sie war als Reithut gedacht, der Mr. Coke Schutz geben sollte, während er auf seinem Pferd durch das Anwesen ritt, um nach Wilderern Ausschau zu halten.

Fred Miller Robinson schrieb in „The Man in the Bowler Hat: His History and Iconography”, dass die Melone: „… ein Emblem für die damals unglaublichen Veränderungen, die die Industrialisierung erzeugte, [war]. ---- aber ein Emblem für viele Dinge, ein Zeichen der Zeit. Es wurde mir sehr früh klar, dass ich modernes Leben studierte, indem ich den Bedeutungen dieses Zeichens nachspürte. Und des Weiteren erlangte ich einen Einblick auf das moderne Leben, das der echten Erfahrung der Menschen gerecht wurde.“ Wenn man sich ansieht, wer Melonenhüte ab Mitte des 19. Jahrhunderts trug, lernt man eine Menge über die Resonanz dieses Stils als Symbol seiner Zeit. Nochmals Professor Robinson: „Als mehr und mehr Figuren mit Melonen in meinen Studien auftauchten, schienen sie etwas greifbares und wahres über la vie moderne auszudrücken. Jagdaufseher, Junker, Straßenverkäufer, Busfahrer, Ladengehilfen, Bänker, Gewerkschafter, Frauen auf Pferden und in Kabarettshows, Detektive und Richter, Diktatoren sowie Nichtsnutze – alle schienen wichtiger in ihrer Zugehörigkeit als in ihrer Vielfalt, wie schwer nachvollziehbar diese Zugehörigkeiten und scheinbar willkürlich diese Vielfalt auch waren.“ Die Vielfalt ist jedoch nicht unerheblich. Hüte haben immer einen Rang in der Gesellschaft angegeben, z.B. trugen Gentlemen einen Zylinderhut während die Unterschicht Stoffmützen trug. Jeder Mann (und auch Frau, wenn sie dazu neigte, die sozialen Mode-Beschränkungen zu durchbrechen) trug einen Melonenhut. Ob nun der Träger Stellung beziehen wollte zu seiner Befreiung, oder oberflächlich oder ironisch war; Tatsache war, dass der Bänker und der Gesellschafter den gleichen Hut trugen. Durch dieses einfache Produkt von Kopfbekleidung wurde etwas wichtiges übermittelt. Wie jeder weiß, der sich je einen Hut aufgesetzt hat, kann man diesen nicht ganz unbewusst auf seinen Kopf setzen. Die Melone kennzeichnete eine Veränderung, und indem der „moderne Mann“ eine Melone trug, wollte er die Welt wissen lassen, dass er ein Teil von ihr ist.

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